Heute setzt das System auf stark KI, Mustererkennung und kreative Signale – Chance & Herausforderung für aktuelle Kampagnen.
Mit dem sogenannten Andromeda-Update hat Meta die Funktionsweise von Werbung auf Facebook und Instagram grundlegend verändert. Statt klar definierter Zielgruppen und regelbasierter Ausspielung setzt das System heute stark auf künstliche Intelligenz, Mustererkennung und kreative Signale. Für Unternehmen weltweit und natürlich auch in Österreich bedeutet das einen deutlichen Wandel in Planung, Umsetzung und Bewertung von Meta-Kampagnen – mit neuen Chancen, aber auch neuen Anforderungen.
Was sich durch Andromeda grundlegend geändert hat
Andromeda beschreibt den Übergang von klassischem Targeting hin zu einer inhalts- und signalbasierten Ausspielungslogik. Anzeigen werden nicht mehr primär anhand enger Zielgruppen ausgespielt, sondern anhand der Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Creative-Inhalt für eine einzelne Person relevant ist. Dabei spielen visuelle Elemente, Textaussagen, Interaktionen und vergangenes Nutzungsverhalten eine zentrale Rolle. Die KI entscheidet in Echtzeit, welche Anzeige in welchem Kontext zu welchen Nutzer*innen am besten passt.
Auswirkungen auf Meta Advertising in Österreich
Weniger Kontrolle, mehr Systemintelligenz
Viele Unternehmen erleben seit dem Update, dass manuelle Eingriffe – etwa stark segmentierte Zielgruppen oder detaillierte Gebotsstrategien – deutlich an Wirkung verlieren und somit Kampagnen schlechter performen, dieses Feedback bekommen wir am Markt aktuell immer wieder. Kampagnen mit breiter Ausrichtung funktionieren oft stabiler, da das System mehr Datenpunkte zur Optimierung erhält.
Größere Bedeutung von Creatives
Die Qualität und Vielfalt der Werbemittel ist zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren geworden, wobei das auch in der Vergangenheit eigentlich schon extrem wichtig war. Anzeigen mit klarer Botschaft, authentischer Darstellung und starkem visuellem Einstieg werden häufiger bevorzugt ausgespielt. Kleine Variationen reichen nicht mehr aus – gefragt sind unterschiedliche kreative Ansätze.
Stärkere Schwankungen in der Performance
Viele Werbetreibende beobachten kurzfristige Ausschläge bei Reichweite, Kosten oder Conversions. Diese entstehen vor allem dann, wenn dem System zu wenig Signale oder zu einseitige Inhalte zur Verfügung stehen. Stabilität entsteht erst, wenn ausreichend Daten und Creatives vorhanden sind.
Was Unternehmen 2026 beachten sollten
1. Kreative Strategien neu denken
Erfolgreiche Meta Ads basieren zunehmend auf Konzeptvielfalt: unterschiedliche Einstiege, Storytelling-Formate, Nutzer-Perspektiven und Videolängen. Ziel ist es, dem System möglichst viele relevante Inhalte zur Auswahl zu geben.
2. Kampagnenstrukturen vereinfachen
Weniger Ad-Sets, breitere Zielgruppen und klare Conversion-Ziele helfen der KI, schneller zu lernen. Komplexe Setups bremsen die Optimierung und führen oft zu ineffizienter Budgetverteilung.
3. Lernphasen ernst nehmen
Andromeda benötigt Zeit. Häufige Änderungen an Budget, Creatives oder Zielen verhindern sauberes Lernen. Unternehmen sollten Kampagnen ausreichend lange stabil laufen lassen, bevor sie Entscheidungen treffen.
4. Saubere Datengrundlage sicherstellen
Je besser Conversions erfasst und Events definiert sind, desto präziser kann das System optimieren. Technische Setups und Datenqualität sind daher kein Nebenthema mehr, sondern strategische Voraussetzung.
5. Marke und Nutzen klar kommunizieren
Da Anzeigen stärker inhaltlich bewertet werden, gewinnen klare Markenbotschaften und verständliche Nutzenargumente an Gewicht. Werbung muss schneller überzeugen – visuell wie inhaltlich.
Fazit
Das Andromeda-Update markiert einen Wendepunkt im Meta Advertising. Für Meta-Werbetreibende in Österreich bedeutet Erfolg ab 2026 nicht mehr maximale Kontrolle, sondern strategisches Loslassen, kombiniert mit starken Inhalten, klaren Zielen und hochwertigen Daten. Wer bereit ist, sich auf die Logik der KI einzulassen und Exzellenz bei den Creatives in den Mittelpunkt zu stellen, kann Meta Ads weiterhin effizient und skalierbar einsetzen.
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Titelbild von Dima Solomin bei Unsplash