Jugendwörter sind längst nicht mehr nur ein TikTok-Trend. Auch in der Unternehmenskommunikation sorgen sie für Diskussionen.
Stell dir vor, Industrieunternehmen XY postet Folgendes auf LinkedIn: „Unsere neue Produktionshalle bringt absolut Main Character Energy und ist lowkey die Definition von Aura. #Slay“
Die Kommentarspalte explodiert – nur leider nicht vor Begeisterung, sondern Verwirrung der Follower*innen. Herzlich Willkommen im Minenfeld der Jugendsprache. Zugegeben: das Beispiel ist überspitzt. Doch zwischen authentischer Kommunikation und Tritt ins Fettnäpfchen liegt oft nur ein schmaler Grat. Genau deshalb lohnt sich die Frage, welche Rolle Jugendsprache in der PR überhaupt spielt.
Warum ist Jugendsprache ein Thema in der PR?
Die Verjüngung von Zielgruppen ist längst kein kurzfristiger Trend mehr, sondern ein „Dauerbrenner“. Die Generation Z (auch „Gen Z“ genannt) ist mit Online-Plattformen wie TikTok, Instagram und Co. aufgewachsen, auf denen Trends und neue Begriffe beinahe täglich entstehen und „viral gehen“. Oft verschwinden sie auch genauso schnell wieder.
Für die PR bedeutet das: Wer eine junge Zielgruppe erreichen möchte, muss ihre Sprache und Kommunikationskultur verstehen. Das heißt jedoch nicht, jeden Trend mitmachen zu müssen: Vielmehr geht es darum, die Sprache der eigenen Zielgruppe einzuordnen und dann gezielt einsetzen zu können. Wichtig ist dabei, eine Sprache oder ein Wording festzulegen, das zur Unternehmensidentität passt. Hier gilt: Authentizität ist der Schlüssel!
Wann der Einsatz von Jugendwörtern sinnvoll ist – und wie man sie richtig einsetzt
Entscheidend ist also, dass eingebaute Jugendsprache zu der Kommunikation des Unternehmens passt. Es muss überlegt werden, wer über welche Themen was wissen soll: Wer wird angesprochen? Über was wird informiert? Nur wenn Zielgruppe, Unternehmensidentität und Sprache übereinstimmen, kann eine Botschaft wirken. Und das mit Nähe und Authentizität. Ist die Botschaft aufgesetzt und unnatürlich (siehe das Beispiel zu Beginn), kann das zu ungeplanten Gegenreaktionen statt erhoffter Reichweite führen.
Keep in mind …
Jugendsprache kann die Unternehmenskommunikation bereichern. Allerdings nur dann, wenn sie bewusst und authentisch eingesetzt wird. Nicht jede Sprache passt zu jedem Unternehmen – nicht jedes Jugendwort zu jeder Botschaft. Entscheidend ist vielmehr, die eigene Zielgruppe zu verstehen, Trends richtig einzuordnen und nur neue/ausgefallene Begriffe zu verwenden, wenn sie zum Unternehmen und dem Anlass passen. Dieses Verständnis ist für eine erfolgreiche Kommunikation auf Social Media relevant. Plattformen, Zielgruppen und Trends sind im ständigen Wandel. Umso wichtiger ist es, sie professionell nutzen zu können. Wer dabei Unterstützung sucht, erhält praxisnahe Einblicke in unseren Social-Media-Workshops – optimales Know-how für den richtigen Auftritt auf Online-Plattformen.
Jetzt bist du gefragt: Hier kannst du für das Jugendwort des Jahres abstimmen.
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