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Zwischen Professionalität und Nähe: Wie Emojis die Kommunikation prägen

Erst der richtige Einsatz von Emojis führt zu erfolgreicher Kommunikation.

Emojis können Nähe zur Zielgruppe schaffen. Aber erst der richtige Einsatz der kleinen Symbole führt zu erfolgreicher Kommunikation.

Eine Flamme in der Instagram-Caption, eine Rakete neben der Produktneuheit, ein Daumen hoch im neuen LinkedIn-Post. Die Verwendung von Emojis hat sich längst in den Alltag der Unternehmenskommunikation eingeschlichen. Wenn richtig eingesetzt, können sie einer Botschaft mehr Tiefe und Charakter verleihen. Die falsche Verwendung kann jedoch schnell unpassend oder unüberlegt wirken, weshalb vor allem in der PR gilt: Nicht nur das Symbol zählt, sondern auch der Kontext.

Kleine Zeichen, große Wirkung

Wenn wir persönliche Gespräche führen, dann spielen Mimik, Stimmlage und Gestik eine wichtige Rolle beim Verständnis und der Interpretation einer Botschaft. Bei Textnachrichten fehlt all das. Um genau diese Lücke zu füllen, kann der Einsatz von Emojis hilfreich sein: Sie helfen, die übermittelte Nachricht und auch den/die dazugehörige/n Absender*in besser einschätzen zu können. Für Unternehmen kann genau das vorteilhaft sein. Ein passend gesetzter Emoji kann einen Social-Media-Beitrag auflockern oder die Stimmung einer Kampagne unterstreichen. Aber Achtung: Passt das Emoji zur Zielgruppe, dem Kanal und der Unternehmensidentität? Was auf Instagram sympathisch wirkt, ist auf LinkedIn schnell fehl am Platz.

Risiken der Emoji-Verwendung

Es gibt Emojis, die sich nicht eindeutig definieren lassen. Viele haben mehrere Bedeutungen, die sich je nach Generation, Plattform und Kontext verändern können. Vor allem im Social-Media-Umfeld weicht die Emoji-Bedeutung von der offiziellen Definition ab. Das weinende Emoji beispielsweise (😭) steht offiziell für Trauer oder Schmerz. Vor allem in der informellen Kommunikation jüngerer Personen wird es jedoch als Reaktion auf etwas besonders Lustiges verwendet – sinngemäß: „Ich weine vor Lachen.“ Solche gegensätzlichen Bedeutungen bringen Risiken mit sich, auch für die Unternehmenskommunikation. Was vom Unternehmen als lustig oder ironisch gemeint ist, könnte von der Zielgruppe ganz anders verstanden werden. Auch die Darstellung von Emojis variiert je nach Plattform und Gerät und muss bei der Wahl des Emojis beachtet werden. Besonders viel Fingerspitzengefühl ist bei Krisen und anderen sensiblen Themen gefragt, denn selbst gut gemeinte Symbole können missverstanden werden. Daher sollte sich ein Unternehmen vor der Emoji-Verwendung fragen: „Was möchte ich ausdrücken oder unterstreichen?“, aber auch: „Wie könnte meine Zielgruppe es verstehen?“

Ertappt! – Lassen Emojis KI-Einsatz auffliegen?

Die Rakete steht für Wachstum, eine Glühbirne für Ideen, der Kalender für wichtige Termine: KI-generierte Texte nutzen häufig ähnliche und wiederkehrende Muster. Sprachmodelle wählen die Emojis auf Basis gelernter Strukturen und Wahrscheinlichkeiten aus. Künstliche Intelligenz prüft nicht, ob ein Emoji zum Unternehmen, der Zielgruppe oder zum tatsächlichen Kontext passt. Für gute Unternehmenskommunikation ist daher entscheidend, Emojis nicht einfach nur als „Dekoration“ einzusetzen, sondern bewusst zu prüfen: Passt es zu meinem Unternehmensauftritt? Letztendlich geht es nämlich nicht darum, möglichst viele Emojis zu benutzen, sondern die richtigen.

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